Klimaschutz
Klimaschutz
Was heißt das konkret?
Das wirtschaftliche Potenzial barrierearmer Angebote ist bereits groß und wird durch den demografischen Wandel weiter wachsen. Tourismusangebote sollten daher so gestaltet sein, dass sie möglichst viele Menschen selbstbestimmt nutzen können. Barrierefreiheit ist zugleich Qualitätsmerkmal und Menschenrechtsfrage: Unterschiedliche Bedürfnisse – etwa bei Mobilität, Sehen, Hören oder Verstehen – sollten deshalb in der Angebotsgestaltung berücksichtigt werden.
Entscheidend sind dabei nicht nur bauliche Zugänglichkeit, sondern auch verständliche Kommunikation. Gäste benötigen transparente und verlässliche Angaben zur Zugänglichkeit und Nutzbarkeit. Als Teil der Destinationsentwicklung erhöht Barrierefreiheit die Aufenthaltsqualität für alle – von Familien mit Kinderwagen bis zu Menschen mit unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen.
Was ist zu tun?
- Sie erfassen regelmäßig die Treibhausgasemissionen auf betrieblicher Ebene (möglichst jährlich) sowie für die gesamte Destination (mindestens alle fünf Jahre) und werten die Ergebnisse aus.
- Auf dieser Grundlage definieren Sie konkrete und realistische Reduktionsziele im Rahmen eines Klimamanagements, möglichst auf Basis wissenschaftlicher Methoden wie den Science-Based Targets.
- Darauf aufbauend entwickeln Sie im Rahmen eines veröffentlichten Klimaschutzplans Maßnahmen zur Zielerreichung und setzen diese um, zum Beispiel durch den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien oder die Senkung des Energieverbrauchs
- Bei Veranstaltungen nutzen Sie geeignete Tools zur Abschätzung und Reduzierung von CO2-Emissionen.
- Sie unterstützen Leistungsträger*innen bei vergleichbaren Klimamanagement-Ansätzen, etwa durch vereinfachte Klimabilanzierungen oder Informationen und Hilfestellungen.
Welche Rolle hat die DMO?
Die Grafik zeigt die Rolle der DMO beim Kriterium Klimaschutz auf einer dreistufigen Skala von koordinierend über impulsgebend bis verantwortend. Die grüne Verlaufskurve fällt von links nach rechts ab. Die DMO hat primär eine koordinierende Rolle.
Welche Rahmenbedingungen braucht es dafür?
Für die Umsetzung von Maßnahmen sind unterschiedliche Rahmenbedingungen bzw. strukturelle Voraussetzung in einer unterschiedlichen Intensität notwendig.
Strategische Verankerung 5 von 5 Punkten
Handlungsfähigkeit 4 von 5 Punkten
Politischer & institutioneller Rückhalt 4 von 5 Punkten
Operative Einflussmöglichkeit 4 von 5 Punkten
Netzwerk & Kooperation 4 von 5 Punkten
Messbarkeit von Nachhaltigkeit 4 von 5 Punkten
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Klimaschutzgesetz & Roadmap bis 2045
Das Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG) bildet den politischen Rahmen für den Klimaschutz in Deutschland. Es sieht vor, die Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 bis 2030 um mindestens 65 Prozent und bis 2040 um mindestens 88 Prozent zu senken; bis 2045 soll Netto-Treibhausgasneutralität erreicht werden. Das Gesetz arbeitet mit jährlichen Emissionsmengen für die einzelnen Wirtschaftssektoren und klaren Verantwortlichkeiten. Die Zielerreichung wird sektorübergreifend und mehrjährig geprüft. Ein unabhängiger Expert*innenrat begleitet und bewertet dabei die Entwicklung.
Daran angelehnt bietet die Roadmap zur Treibhausgasneutralität des Kompetenzzentrums Tourismus des Bundes Orientierung für die praktische Umsetzung im Tourismus. Sie bündelt Analysen und Beispiele und zeigt strategische Wege zur Klimaneutralität bis 2045 auf. Wichtige Hebel liegen dabei unter anderem in den Bereichen Mobilität, Energie und Effizienz, Daten und Transparenz sowie in der Vernetzung von Akteur*innen – nach dem Prinzip: anfangen, vernetzen, lernen.