Anpassung an Klimafolgen
Anpassung an Klimafolgen
Was heißt das konkret?
Die Anpassung an Klimafolgen umfasst den strategischen Umgang mit den bereits spürbaren Auswirkungen des Klimawandels in der Destination. Sie ist stets der zweite Schritt nach der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen. Dabei versteht sich die DMO als Schnittstelle zwischen regionaler Klimapolitik und touristischen Akteur*innen. Sie bindet den Tourismus in bestehende kommunale und regionale Klimaanpassungsprozesse ein, statt eine Parallelstrategie zu entwickeln. Auf Grundlage einer systematischen Betrachtung von Klimarisiken für den Tourismus, etwa Gesundheitsrisiken durch Hitze, UV-Strahlung oder Extremwetter, werden koordinierte Maßnahmen geplant und umgesetzt.
Die frühzeitige Anpassung mindert Risiken, stärkt die Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit und sichert so die Zukunftsfähigkeit der Destination. Gleichzeitig übernimmt der Tourismus Verantwortung durch Gesundheits- und Schutzmaßnahmen für Gäste und Einheimische sowie die Einbettung in regionale Ziele. So wird Klimaanpassung wirksam und nachvollziehbar gesteuert – als gemeinsamer Prozess statt in isolierten Einzelmaßnahmen.
Was ist zu tun?
- Sie arbeiten mit regionalen Akteur*innen der Klimaanpassung zusammen, um den Tourismus in bestehenden regionalen Konzepten zu verankern.
- Sie entwickeln gemeinsam eine Klimaanpassungsstrategie, die auch Maßnahmen zum Gesundheitsschutz umfasst, zum Beispiel UV-Schutz oder Zugang zu Sanitäranlagen.
- Sie übertragen die Erkenntnisse aus der Strategie auf den Tourismus und kommunizieren die Ergebnisse an die einheimische Bevölkerung, Unternehmen und Gäste.
- Sie akquirieren Mittel aus Förderprogrammen für die Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen und beteiligen sich gegebenenfalls an Pilotprojekten.
- Sie unterstützen Leistungsträger*innen bei der Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen, beispielsweise durch Informationen zu Fördermöglichkeiten und Zuschüssen.
Welche Rolle hat die DMO?
Die Grafik zeigt die Rolle der DMO beim Kriterium Anpassung an Klimafolgen auf einer dreistufigen Skala von koordinierend über impulsgebend bis verantwortend. Die grüne Verlaufskurve fällt von links nach rechts ab. Die DMO hat eine eher koordinierende Rolle.
Welche Rahmenbedingungen braucht es dafür?
Für die Umsetzung von Maßnahmen sind unterschiedliche Rahmenbedingungen bzw. strukturelle Voraussetzung in einer unterschiedlichen Intensität notwendig.
Strategische Verankerung 4 von 5 Punkten
Handlungsfähigkeit 4 von 5 Punkten
Politischer & institutioneller Rückhalt 4 von 5 Punkten
Operative Einflussmöglichkeit 3 von 5 Punkten
Netzwerk & Kooperation 3 von 5 Punkten
Messbarkeit von Nachhaltigkeit 1 von 5 Punkten