Materielle und immaterielle Kulturgüter
Materielle und immaterielle Kulturgüter
Was heißt das konkret?
Das wirtschaftliche Potenzial barrierearmer Angebote ist bereits groß und wird durch den demografischen Wandel weiter wachsen. Tourismusangebote sollten daher so gestaltet sein, dass sie möglichst viele Menschen selbstbestimmt nutzen können. Barrierefreiheit ist zugleich Qualitätsmerkmal und Menschenrechtsfrage: Unterschiedliche Bedürfnisse – etwa bei Mobilität, Sehen, Hören oder Verstehen – sollten deshalb in der Angebotsgestaltung berücksichtigt werden.
Entscheidend sind dabei nicht nur bauliche Zugänglichkeit, sondern auch verständliche Kommunikation. Gäste benötigen transparente und verlässliche Angaben zur Zugänglichkeit und Nutzbarkeit. Als Teil der Destinationsentwicklung erhöht Barrierefreiheit die Aufenthaltsqualität für alle – von Familien mit Kinderwagen bis zu Menschen mit unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen.
Was ist zu tun?
- Sie sorgen dafür, dass das Kulturerbe der Destination bekannt ist und strukturiert aufbereitet wird, zum Beispiel als Verzeichnis, Themencluster oder Produktlinie.
- Sie stellen wichtige Kulturgüter in der Kommunikation der Destination authentisch, realitätsnah und zielgruppengerecht dar.
- Sie greifen kulturelle Besonderheiten in Kommunikation und Marketing wertschätzend auf – ohne Stereotype oder unpassende Kommerzialisierung (zum Beispiel Dialekte, Feste, Kunst und Handwerk oder regionale Gastronomie).
- Sie bringen die touristische Perspektive in Prozesse zum Schutz und zur Weiterentwicklung des kulturellen Erbes ein, etwa bei Bau- und Nutzungsvorhaben, Förder- und Sanierungsprozessen sowie im Veranstaltungs- und Besuchermanagement – auch dort, wo Tourismus potenziell belastet.
- Sie vermitteln Kulturerbe verständlich und barrierearm, in passenden Formaten und – wo relevant – mehrsprachig.
- Sie entwickeln touristische Angebote auf Basis des lokalen Natur- und Kulturerbes in Abstimmung mit kulturellen Akteur*innen.
Welche Rolle hat die DMO?
Die Grafik zeigt die Rolle der DMO beim Kriterium Materielle und immaterielle Kulturgüter auf einer dreistufigen Skala von koordinierend über impulsgebend bis verantwortend. Die gelbe Verlaufskurve fällt von links nach rechts leicht ab und bleibt insgesamt auf einem moderaten Niveau. Die DMO hat primär eine koordiniertende Rolle ebenso aber auch impulsgebend und verantwortend.
Welche Rahmenbedingungen braucht es dafür?
Für die Umsetzung von Maßnahmen sind unterschiedliche Rahmenbedingungen bzw. strukturelle Voraussetzung in einer unterschiedlichen Intensität notwendig.
Strategische Verankerung 3 von 5 Punkten
Handlungsfähigkeit 2 von 5 Punkten
Politischer & institutioneller Rückhalt 3 von 5 Punkten
Operative Einflussmöglichkeit 3 von 5 Punkten
Netzwerk & Kooperation 3 von 5 Punkten
Messbarkeit von Nachhaltigkeit 1 von 5 Punkten