Bildung und Kompetenzen zu Nachhaltigkeit

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unsplash/pauliba Herpel

Ökonomie / Wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit

Bildung und Kompetenzen zu Nachhaltigkeit

Was heißt das konkret?

Für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit und erfolgreiche Profilierung einer Destination ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung der touristischen Betriebe entscheidend. Deshalb werden für Mitarbeitende, Menschen vor Ort und touristische Leistungsträger*innen Weiterbildungen und Schulungen zu nachhaltigem Tourismus angeboten – leicht zugänglich, zielgruppengerecht und praxisnah. Ziel ist, alle an der nachhaltigen Destinationsentwicklung Beteiligten einzubinden und zu qualifizieren: vom Verständnis zentraler Nachhaltigkeitsthemen bis hin zur konkreten Umsetzung im Arbeitsalltag. Neue Aufgabenfelder im Tourismus, etwa Klimaanpassung, neue Mobilitäts- oder Angebotsformen sowie der Erhalt intakter Ökosysteme und Biodiversität, erfordern neue Kompetenzen, die gezielt aufgebaut und weiterentwickelt werden müssen. Die Destination fördert daher aktive Weiterbildung und greift neue Nachhaltigkeitsthemen über Kooperationen mit wissenschaftlichen Einrichtungen oder über BNE-Projekte (Bildung für nachhaltige Entwicklung) mit weiteren Partnerorganisationen auf. So entsteht eine gemeinsame Wissensbasis, die Orientierung gibt und die Qualität nachhaltiger Entscheidungen langfristig stärkt.

Was ist zu tun?

  • Sie kooperieren mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und weiteren wissenschaftlichen Institutionen, um Wissen und Kompetenzen im Bereich des nachhaltigen Tourismus in der Destination aufzubauen.
  • Sie beteiligen sich an BNE-Projekten und arbeiten dabei mit geeigneten Partner*innen, wie etwa Schutzgebietsverwaltungen, zusammen.
  • Sie bieten Weiterbildungen oder Schulungen zu nachhaltigem Tourismus für Mitarbeitende, Menschen vor Ort und touristische Leistungsträger*innen an.

Welche Rolle hat die DMO?

Die Grafik zeigt die Rolle der DMO beim Kriterium Bildung und Kompetenzen zu Nachhaltigkeit auf einer dreistufigen Skala von koordinierend über impulsgebend bis verantwortend. Die blaue Verlaufskurve fällt von von links nach rechts leicht ab und bleibt insgesamt auf einem moderaten Niveau. Die DMO hat primär eine koordinierende Rolle. 

Welche Rahmenbedingungen braucht es dafür?

Für die Umsetzung von Maßnahmen sind unterschiedliche Rahmenbedingungen bzw. strukturelle Voraussetzung in einer unterschiedlichen Intensität notwendig. 

Strategische Verankerung 4 von 5 Punkten
Handlungsfähigkeit 4 von 5 Punkten
Politischer & institutioneller Rückhalt 1 von 5 Punkten
Operative Einflussmöglichkeit 3 von 5 Punkten
Netzwerk & Kooperation 5 von 5 Punkten
Messbarkeit von Nachhaltigkeit 1 von 5 Punkten

Gutes Beispiel NRW

Die Nachhaltigkeitswerkstatt.NRW stärkt Nachhaltigkeitskompetenzen im Tourismus – unter anderem durch Qualifizierungsangebote und praxistaugliche Werkzeuge auf dem Verbandsportal tourismusverband.nrw als zentralem „One-Stop-Shop“. Im Mittelpunkt stehen dauerhaft nutzbare Wissens- und Arbeitshilfen: Unter der Themenseite „Nachhaltigkeit“ werden im Portal die verschiedene Werkzeuge – darunter ein Förderwegweiser und eine Kommunikationstoolbox – gebündelt dargestellt, die direkt im Arbeitsalltag eingesetzt werden können. Ergänzend bietet der Chatbot „Toni“ (Touristische Nachhaltigkeitsinformationen) einen niedrigschwelligen Zugang: Er greift auf eine gepflegte Wissensdatenbank zurück und verweist zur Vertiefung auf passende Quellen inklusive konkreter Angabe der Seitenzahl. So bleiben zentrale Inhalte und Anwendungen unabhängig von Projektphasen verfügbar und unterstützen touristische Akteur*innen bei der Umsetzung von Nachhaltigkeit im Tagesgeschäft.