Handlungsfeld Ressourcenmanagement
Ressourcenmanagment
Übergeordnete SDGs
SDG 6 Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen
SDG 7 Bezahlbare und saubere Energie
SDG 12 Nachhaltige/r Konsum und Produktion
Der Tourismus geht verantwortungsvoll und sparsam mit Ressourcen um.
Warum ist das relevant?
Von einem sparsamen und effizienten Umgang mit natürlichen Ressourcen – sowohl bei touristischen Angeboten als auch im laufenden Betrieb – profitieren die Umwelt, die Bevölkerung und nicht zuletzt die touristischen Betriebe selbst. Denn Wasser, Energie und Materialien sind begrenzt, verursachen laufende Kosten und werden durch Klimawandel sowie Nutzungskonkurrenzen zunehmend zu einer Standortfrage.
Dabei gilt: global denken, regional handeln. Jedes Angebot sollte daran gemessen werden, ob es sich ressourcenschonend umsetzen lässt – besonders dort, wo Mobilität und Infrastruktur hohe Verbräuche und Emissionen verursachen.
So lassen sich Ressourcenverschwendung und Kosten verringern, Kreisläufe stärken und die Resilienz der Destination erhöhen. Gleichzeitig unterstützt ein verantwortungsvoller Umgang mit Wasser und Materialien Gesundheit, Aufenthaltsqualität und das Image der Destination
Kriterien Ressourcenmanagment
Zu hoher Ressourcenverbrauch in Deutschland
Zu hoher Ressourcenverbrauch in Deutschland Die Menschheit verbraucht derzeit deutlich mehr natürliche Ressourcen, als die Erde auf Dauer zur Verfügung stellen kann. Der „ökologische Fußabdruck“ zeigt, wie stark die Menschheit die Regenerationsfähigkeit der Erde beansprucht. Schon heute bräuchten wir 1,7 Erden, um die natürlichen Leistungen bereitzustellen, die wir Jahr für Jahr verbrauchen. Unser Ressourcenverbrauch übersteigt die Kapazität der Erde somit um etwa 70 Prozent. Wäre der Lebensstil in Deutschland weltweit Standard, wären sogar drei Erden nötig.
Das Konzept der planetaren Grenzen beschreibt die ökologische Belastbarkeit der Erde. Es wurde 2009 von Johan Rockström vom Stockholm Resilience Centre und weiteren Forschenden erstmals vorgestellt und benennt neun zentrale ökologische Dimensionen, in denen menschliche Eingriffe die Stabilität des Systems Erde gefährden. Für jeden Bereich berechnete das Forschungsteam globale Grenzwerte – werden diese überschritten, besteht die Gefahr unumkehrbarer und plötzlicher Umweltveränderungen. Auf dem Spiel steht dabei nicht zuletzt die Bewohnbarkeit der Erde für den Menschen.
Im Jahr 2025 waren bereits sieben der neun Belastungsgrenzen überschritten: Klima, Biodiversität, biochemische Flüsse, Ozeanversauerung, Süßwasser, neue Substanzen und Landnutzung. Klar ist: Der Ressourcenverbrauch muss in den nächsten Jahrzehnten deutlich sinken, damit die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten bleiben.
Quellen:
Earth Overshoot Day (2022). How many Earths? How many countries? overshoot.footprintnetwork.org/how-many-earths-or-countries-do-we-need/
Stockholm Resilience Centre (2026). Planetary boundaries: The safe operating space for humanity. www.stockholmresilience.org/research/planetary-boundaries.html