Lebensqualitätsindex
Bereich: Vorteile für die Bevölkerung
Informationen
Allgemeine Informationen
Relevanz/Aussagekraft:
Der Indikator ist derzeit noch in der Entwicklung. Vorgesehen ist ein Indikator, der gemäß der subjektiven Einschätzung der lokalen Bevölkerung misst, in welchem Maße der Tourismus im Wohnort zu deren wahrgenommenen persönlichen Lebensqualität beiträgt.
Angesichts von Nutzungskonflikten und Anforderungen an die Qualität des Lebensraums besitzt der Indikator eine hohe Relevanz für eine sozial nachhaltige Tourismusentwicklung. Er bietet die Chance, Tourismusentwicklung stärker an den Bedürfnissen der Einwohnenden auszurichten und deren Perspektiven systematisch in die Steuerung einzubeziehen.
Definitionen/Begriffsklärungen:
Unter lokaler Bevölkerung wird die ständige Wohnbevölkerung einer Destination verstanden. Sie umfasst sämtliche Personen, die ihren Hauptwohnsitz in der betrachteten Destination haben.
Lebensqualität ist die subjektive Wahrnehmung einer Person über ihre Stellung im Leben in Relation zur Kultur und den Wertsystemen, in denen sie lebt, und in Bezug auf ihre Ziele, Erwartungen, Standards und Anliegen. (Quelle: World Health Organization (WHO) (1998): WHOQOL User Manual. division of mental health and prevention of substance Abuse. World Health Organization. Genf.)
Empfohlene Ebene:
Es wird sowohl die lokale, regionale als auch die Landesebene empfohlen.
Limitationen/Weiterentwicklungsbedarf:
Zu berücksichtigen ist, dass sich eine praktikable und gleichzeitig valide Messung des Indikators noch in der Entwicklung befindet. Dieses Vorhaben erfolgt in Kooperation des Deutschen Tourismusverbandes e. V. (DTV) mit dem Deutschen Institut für Tourismusforschung (DI Tourismusforschung) aufbauend auf Ergebnissen aus Pilotstudien des DI Tourismusforschung. Angedacht ist dabei eine Verknüpfung mit dem Tourismusakzeptanzsaldo (Fokusindikator 6), um Zusammenhänge zwischen der Wahrnehmung der Auswirkungen des Tourismus und der Lebensqualität sichtbar zu machen.
Für die Messung des Indikators ist eine Bevölkerungsbefragung erforderlich, die Nutzung einer bevölkerungsrepräsentativen Stichprobe wird empfohlen. Die Messung wird daher in der Regel von spezialisierten Marktforschungsdienstleistern übernommen werden müssen. Eine eigenständige Umsetzung durch DMOs oder Kommunen ist – wenn überhaupt – nur mit sehr hohem Aufwand möglich und unterliegt in der Regel methodischen Einschränkungen (z. B. keine Bevölkerungsrepräsentativität der Ergebnisse).
Erhebung
Parameter:
Eine praktikable und gleichzeitig valide Messung des Indikators befindet sich derzeit in der Entwicklung. Dieses Vorhaben erfolgt in Kooperation des Deutschen Tourismusverbandes e. V. (DTV) mit dem Deutschen Institut für Tourismusforschung (DI Tourismusforschung) aufbauend auf Ergebnissen aus Pilotstudien des DI Tourismusforschung.
Datenquelle:
Repräsentative Befragung der Wohnbevölkerung ab 16 Jahre über Drittanbieter oder per Eigenerhebung (mit Einschränkungen). Eine Verknüpfung der Messung mit der Messung des Tourismusakzeptanzsaldos (Fokusindikator 6) im Rahmen derselben Bevölkerungsbefragung wird angestrebt.
Erhebnungsfrequenz:
Analog TAS (in Kombination mit F6)
Schritte zur Erhebung (& geschätzte Kosten):
1. Definition der Zielgruppe: Bewohner*innen ab 16 Jahre der betrachteten Destination
2. Befragungsmethode: für die Wohnbevölkerung ab 16 Jahre repräsentative Hybrid-Befragung (online, telefonisch)
Es wird angestrebt, die Messung des Indikators in die Bevölkerungsbefragung zum Tourismusakzeptanzsaldo (Fokusindikator 6) zu integrieren.
Auswertung
Gewünschte Entwicklungsrichtung & Zielbezüge:
Folgt nach Entwicklung des Messansatzes für den Indikator.
Interpretationshilfe:
Folgt nach Entwicklung des Messansatzes für den Indikator.