Risikomanagement
Risikomanagement
Was heißt das konkret?
Gefahren und mögliche Naturkatastrophen nehmen hierzulande spürber zu. Damit Gäste im Ernstfall angemessen geschützt und versorgt werden können, sollten Kommunen und Tourismusakteur*innen Risiko- und Krisenmanagement gemeinsam planen. Dazu gehören klare Zuständigkeiten, eine abgestimmte Kommunikation sowie eine systematische Bereitstellung von Informationen mit verständlichen Handlungsanweisungen für unterschiedliche Krisenlagen.
Das Ziel besteht darin, Risiken für Gäste, Mitarbeitende und beteiligte Betriebe möglichst gering zu halten und zugleich die Handlungsfähigkeit der Destination zu sichern. Risikomanagement ist dabei ein fester Bestandteil – von Prävention über Akutmaßnahmen bis zur Nachsorge. Die zunehmende Häufung von Extremwetterereignissen macht den Handlungsdruck und den engen Bezug zur Klimaanpassung deutlich. Weil der Tourismus besonders krisenanfällig ist und Imageverluste schnell eintreten können, ist eine vorausschauende Vorbereitung entscheidend.
Was ist zu tun?
- Sie setzen sich für die Einbindung des Tourismus in allgemeine Risikomanagementpläne ein und beteiligen sich an deren Erarbeitung – bei Bedarf auch mithilfe von Simulationen.
- Sie stellen systematische Informationen zum Risiko- und Krisenmanagement in der Destination bereit, zum Beispiel zum Verhalten bei Naturkatastrophen wie Sturmfluten.
- Sie erarbeiten gemeinsam mit der Kommune Kommunikationsleitlinien für die Zeit vor, während und nach einem Notfall.
- Sie beteiligen sich an der Entwicklung oder Nutzung eines Systems zur Überwachung, Vorbeugung, öffentlichen Berichterstattung und Reaktion auf Kriminalität sowie auf Sicherheits- und Gesundheitsrisiken für Gäste.
Welche Rolle hat die DMO?
Die Grafik zeigt die Rolle der DMO beim Kriterium Risikomanagement auf einer dreistufigen Skala von koordinierend über impulsgebend bis verantwortend. Die rote Verlaufskurve fällt von links nach rechts ab. Die DMO hat hier primär eine koordinierende Rolle.
Welche Rahmenbedingungen braucht es dafür?
Für die Umsetzung von Maßnahmen sind unterschiedliche Rahmenbedingungen bzw. strukturelle Voraussetzung in einer unterschiedlichen Intensität notwendig.
Strategische Verankerung 3 von 5 Punkten
Handlungsfähigkeit 1 von 5 Punkten
Politischer & institutioneller Rückhalt 4 von 5 Punkten
Operative Einflussmöglichkeit 2 von 5 Punkten
Netzwerk & Kooperation 3 von 5 Punkten
Messbarkeit von Nachhaltigkeit 1 von 5 Punkten