Informationen zu Tourismusakzeptanz
Erläuterung zum Kriterium
Tourismusakzeptanz
Was heißt das konkret?
Tourismusakzeptanz entsteht dort, wo Tourismus als Teil der lokalen Lebensrealität verstanden und gemeinsam gestaltet wird. Denn die Bevölkerung vor Ort prägt die Qualität des touristischen Angebots genauso wie die touristischen Betriebe. Die Menschen vor Ort müssen sich mit der Entwicklung ihrer Region identifizieren können und das Bild der Region mittragen und mitprägen.
Dafür nimmt die DMO Erwartungen, Kritik und Sorgen der Bevölkerung ernst und macht transparent, wie sich der Tourismus auf Wohnraum, Verkehr, Preise und damit die Lebensqualität auswirkt. Akzeptanz entsteht nicht von selbst, sondern durch aktiven Dialog und echte Beteiligung. Die Perspektive der Bevölkerung fließt deshalb in strategische Entscheidungen ein, etwa bei Angebotsentwicklung, Gästelenkung oder Kommunikation. Ziel ist es, Wahrnehmungen und Zielkonflikte früh zu erkennen, offen zu verhandeln und die Ergebnisse nachvollziehbar in Entscheidungen zu überführen. Dies stärkt die Authentizität und soziale Stabilität der Destination und trägt so zur langfristigen Wettbewerbsfähigkeit bei.
Was ist zu tun?
- Sie bieten niedrigschwellige Möglichkeiten, Erwartungen, Bedenken und Zufriedenheit zu äußern – digital wie analog. Rückmeldungen werten Sie regelmäßig aus und spiegeln Ergebnisse sowie Maßnahmen zurück.
- Sie führen dialogorientierte Formate wie Bürger*innengespräche, Workshops oder Sprechstunden durch und lassen die Ergebnisse nachvollziehbar in Planungen einfließen.
- Sie kommunizieren wichtige Entscheidungen und strategische Entwicklungsziele der Destination gegenüber der Bevölkerung transparent und beantworten zentrale Fragen wie: Warum? Was ändert sich? Wer profitiert?
Erläuterung zur Bewertung
Bewertung:
Noch nicht umgesetzt: Zu diesem Kriterium bestehen bislang keine relevanten Aktivitäten.
Teilweise umgesetzt: Erste Aktivitäten oder Maßnahmen werden umgesetzt
Umgesetzt: Das Kriterium wird geplant und bearbeitet.
(*) – besondere Leistung (optional): Neben der Umsetzung wird das Kriterium regelmäßig überprüft und weiterentwickelt.
Erläuterungen und Einschätzungshilfe zur Einstufung:
Für eine sinnvolle Einstufung orientieren Sie sich bitte an den Beschreibungen und Umsetzungshilfen des DTV-Praxisleitfadens. Darüber hinaus können auch andere, fachlich gleichwertige Aktivitäten und Maßnahmen berücksichtigt werden. Der Bundeswettbewerb möchte erfassen, wie weit das jeweilige Kriterium in Ihrer Destination bzw. durch Ihre DMO bereits umgesetzt ist. Berücksichtigen Sie daher alle fachlich relevanten Aktivitäten im Rahmen Ihrer Rolle und Ihres Handlungsspielraums. Bitte beachten Sie, dass in der zweiten Wettbewerbsstufe zu ausgewählten Kriterien vertiefende Angaben und Nachweise gefordert werden.
Wir geben folgende Einschätzungshilfe:
Noch nicht umgesetzt
Wählen Sie diese Option, wenn zu diesem Kriterium bislang keine konkrete Umsetzung erfolgt oder lediglich erste Überlegungen bzw. Vorbereitungen bestehen, die noch nicht als umgesetzte Aktivität oder Maßnahme beschrieben werden können.
Teilweise umgesetzt
Wählen Sie diese Option, wenn Sie bereits mit konkreten Aktivitäten oder Maßnahmen in diesem Bereich begonnen haben, die Umsetzung jedoch noch punktuell oder nicht final umgesetzt ist.
Umgesetzt
Wählen Sie diese Option, wenn Sie wesentliche Aktivitäten und Maßnahmen zu diesem Kriterium umsetzen. Die Umsetzung sollte belegbar sein und die Zielsetzung des Kriteriums in wesentlichen Teilen abdecken.
(*) – Besondere Leistung (optional)
Markieren Sie das Kriterium nur dann als besondere Leistung, wenn Sie nachvollziehbar aufzeigen können, dass die Umsetzung über eine strukturierte Bearbeitung hinausgeht: Sie ist dauerhaft verankert, wird aktiv gesteuert, regelmäßig überprüft und weiterentwickelt. Ergebnisse bzw. Veränderungen werden (soweit für das Kriterium sinnvoll und möglich) beobachtet und für die weitere Steuerung genutzt.
Die Kennzeichnung als besondere Leistung führt nicht zu einem zusätzlichen Punkt und verändert die quantitative Bewertung des Kriteriums nicht. Sie dient der qualitativen Einordnung und macht der Fachjury besondere Stärken bzw. besonders weit entwickelte Ansätze sichtbar. Die Kennzeichnung sollte daher nur verwendet werden, wenn die dargestellte Leistung später plausibel erläutert und belegt werden kann.