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DTV-Dialog: Klimaanpassung im Tourismus – vom Risiko zur Gestaltungsaufgabe

Hitzewellen, Starkregen, Trockenheit, Waldbrandgefahr oder veränderte Schneesicherheit: Die Folgen des Klimawandels sind in vielen Tourismusdestinationen bereits heute spürbar. Beim nächsten DTV-Dialog am 15. September 2026 diskutieren Expert*innen aus Wissenschaft, Tourismusorganisationen und Praxis, wie sich Destinationen besser auf Klimarisiken vorbereiten und Klimaanpassung aktiv gestalten können.

Der Klimawandel verändert die Rahmenbedingungen für den Tourismus. Städte, ländliche Regionen, Küstengebiete und Mittelgebirge sind dabei mit unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert. Gleichzeitig betrifft Klimaanpassung weit mehr als den Umgang mit einzelnen Extremwetterereignissen. Sie berührt Fragen der Infrastruktur, der Angebotsentwicklung, des Natur- und Landschaftsschutzes, der Gesundheit, der Mobilität und nicht zuletzt der langfristigen Attraktivität von Destinationen.

Im Rahmen der Woche der Klimaanpassung 2026 lädt der Deutsche Tourismusverband gemeinsam mit der Exzellenzinitiative Nachhaltige Reiseziele zum DTV-Dialog „Klimaanpassung im Tourismus – vom Risiko zur Gestaltungsaufgabe“ ein. Die digitale Veranstaltung findet am 15. September 2026 von 14:00 bis 15:30 Uhr über Zoom statt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Klimarisiken erkennen und Handlungsmöglichkeiten entwickeln

Im Mittelpunkt des DTV-Dialogs stehen drei zentrale Fragen: Wie verändern Klimarisiken die touristische Entwicklung in Städten, Regionen und ländlichen Räumen? Welche Daten, Strategien und Kooperationen benötigen Destinationen, um langfristig handlungsfähig zu bleiben? Und wie kann Klimaanpassung so gestaltet werden, dass sie nicht nur Risiken reduziert, sondern zugleich die Lebens- und Aufenthaltsqualität sowie die regionale Zukunftsfähigkeit stärkt?

Die Diskussion verbindet dabei unterschiedliche Perspektiven. Vertreter*innen von Landestourismusorganisationen berichten über ihre Erfahrungen, Ansätze und aktuellen Herausforderungen. Ergänzt werden diese Einblicke durch wissenschaftliche Perspektiven und Erfahrungen aus der Netzwerkarbeit nachhaltiger Destinationen.

Gäste aus Wissenschaft und Praxis

Mit dabei sind Anja Noffz, Teamleitung Ökologischer Wandel bei der TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH, Erik Hoffmann, Projektmanager für Nachhaltigkeit und Klimaanpassung bei der Tourismus Zentrale Saarland GmbH, Jennifer Neubauer, Leitung der Exzellenzinitiative Nachhaltige Reiseziele, Michael Grimm, Masterstudent an der Hochschule München, Robert Wenzel, Leiter Nachhaltigkeit bei der Tourismus Niedersachsen GmbH, sowie Prof. Dr. Wolfgang Strasdas, Wissenschaftlicher Leiter des Zentrums für nachhaltigen Tourismus. Moderiert wird die Veranstaltung von Sven Wolf, Referent für Nachhaltigkeit im Tourismus beim Deutschen Tourismusverband.

Der DTV-Dialog bietet Raum für vertiefte Einschätzungen, unterschiedliche Perspektiven und den Austausch über zentrale Zukunftsfragen des Deutschlandtourismus. Mit der Veranstaltung zur Klimaanpassung wird ein Thema aufgegriffen, das für die strategische Entwicklung von Destinationen zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Termin: 15. September 2026, 14:00 bis 15:30 Uhr
Format: Online-Veranstaltung über Zoom
Teilnahme: kostenlos, Anmeldung erforderlich.

Neuer Praxisleitfaden „Nachhaltigkeit im Deutschlandtourismus“ veröffentlicht

Wie können Destinationen Nachhaltigkeit systematisch in ihre Arbeit integrieren und Schritt für Schritt umsetzen? Der neue Praxisleitfaden „Nachhaltigkeit im Deutschlandtourismus“ des Deutschen Tourismusverbandes (DTV) bietet dafür einen praxisorientierten Rahmen. Die vollständig überarbeitete Neuauflage steht ab sofort gedruckt und digital zur Verfügung.

Nachhaltigkeit ist eine zentrale Voraussetzung für einen zukunftsfähigen Qualitätstourismus. Gleichzeitig stehen Destinationen vor der Herausforderung, eine große Bandbreite ökologischer, ökonomischer, soziokultureller und organisatorischer Themen in konkrete Strategien und Maßnahmen zu übersetzen. Genau hier setzt der neue Praxisleitfaden an: Er strukturiert die nachhaltige Destinationsentwicklung in vier Dimensionen, elf Handlungsfelder und konkrete Kriterien und zeigt, welche Schritte in der Praxis möglich und sinnvoll sind.

Die Neuauflage greift aktuelle Entwicklungen und Anforderungen auf. Themen wie Klimaschutz und Klimaanpassung, biologische Vielfalt, regionale Wertschöpfung, soziale Teilhabe, gute Arbeit und nachhaltige Mobilität werden ebenso behandelt wie die strategische Verankerung, Steuerung und Messung von Nachhaltigkeit. Viele Kriterien sind mit dem DTV-Kennzahlenset für nachhaltigen Tourismus verknüpft. So können Destinationen ihren Status quo erfassen, Entwicklungen beobachten und Maßnahmen gezielter steuern.

Im Mittelpunkt steht die praktische Anwendung: Der Leitfaden zeigt nicht nur, was nachhaltige Destinationsentwicklung ausmacht, sondern auch, was konkret zu tun ist, welche Rolle die DMO übernehmen kann und mit welchen Akteur*innen eine Zusammenarbeit sinnvoll ist. Reflexionsfragen, Praxisbeispiele, Indikatoren und weiterführende Arbeitshilfen unterstützen dabei, die Inhalte auf die eigene Destination zu übertragen.

Die Inhalte des Praxisleitfadens stehen auch digital zur Verfügung und können direkt auf der Website genutzt werden. Destinationen können gezielt in einzelne Dimensionen, Handlungsfelder und Kriterien einsteigen und auf ergänzende Materialien, Praxisbeispiele und Arbeitshilfen zugreifen.

Ab August wird das digitale Angebot weiter ausgebaut: Destinationsmanagement-Organisationen können sich anmelden, den DMO-Struktur-Check anhand von Leitfragen durchführen und die Kriterien des Praxisleitfadens mit Blick auf ihre eigene Organisation und Destination bewerten. So wird sichtbar, wo bereits gute Grundlagen bestehen, wo Entwicklungsbedarf besteht und welche Themen als Nächstes angegangen werden sollten. Der Leitfaden wird damit vom Nachschlagewerk zum kontinuierlichen Arbeitsinstrument für eine nachhaltige Destinationsentwicklung.

Der neue Praxisleitfaden wurde im Rahmen eines vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit geförderten Projekts erarbeitet.

Jetzt entdecken: Praxisleitfaden „Nachhaltigkeit im Deutschlandtourismus“
 

Bundesweite Umfrage zeigt: Nachhaltigkeit gewinnt an Bedeutung – Ressourcen bleiben zentrale Herausforderung

Nachhaltigkeit gewinnt im Deutschlandtourismus weiter an Bedeutung. Gleichzeitig zeigen sich große Unterschiede bei der strategischen Verankerung und den verfügbaren Ressourcen. Das sind zentrale Ergebnisse einer bundesweiten Befragung von 379 Tourismusorganisationen. Der Ergebnisbericht steht ab sofort online zur Verfügung.

Wo steht der Deutschlandtourismus aktuell bei der nachhaltigen Entwicklung? Welche Themen werden bereits bearbeitet? Und welche Rahmenbedingungen und Unterstützungsangebote brauchen Tourismusorganisationen, um Nachhaltigkeit wirksam voranzubringen? Diesen Fragen ging eine bundesweite Befragung nach, die vom 25. Februar bis zum 27. März 2026 durchgeführt wurde.

Die Ergebnisse zeigen: Nachhaltigkeit hat für die Tourismusorganisationen weiter an Bedeutung gewonnen. Rund 70 Prozent der Befragten geben an, dass die Bedeutung des Themas in den vergangenen drei Jahren gestiegen ist. Für die Zukunft erwarten 72 Prozent eine weitere Zunahme. Gleichzeitig unterscheiden sich die Entwicklungsstände deutlich: Rund ein Viertel der Organisationen berücksichtigt nachhaltige Tourismusentwicklung bereits breit oder versteht sie als selbstverständlichen Bestandteil der strategischen Ausrichtung. Demgegenüber haben 51 Prozent das Thema bislang nur in geringem Umfang berücksichtigt oder noch nicht systematisch verankert.

Nachhaltigkeit wird breit gedacht

Die Befragung macht deutlich, dass Nachhaltigkeit in den Tourismusorganisationen nicht auf einzelne ökologische Themen reduziert wird. Bearbeitet werden unterschiedliche Handlungsfelder einer nachhaltigen Tourismusentwicklung. Besonders häufig genannt werden regionale Wertschöpfung, Mobilität, Natur- und Ressourcenschutz sowie Kultur und Teilhabe.

Gleichzeitig bleiben fehlende Ressourcen eine wesentliche Herausforderung. 51 Prozent der befragten Organisationen verfügen über keine ausdrücklich zugeordneten personellen Ressourcen für nachhaltige Tourismusentwicklung. 62 Prozent haben kein klar ausgewiesenes Budget für entsprechende Aktivitäten. Als wesentliche Hemmnisse werden insbesondere begrenzte zeitliche Ressourcen, konkurrierende Aufgabenprioritäten, fehlende personelle Kapazitäten und mangelnde finanzielle Mittel genannt.

Klare Bedarfe für die weitere Entwicklung

Die Ergebnisse zeigen zugleich, wo Unterstützung besonders benötigt wird. 91 Prozent der Organisationen bewerten ausreichende personelle Ressourcen als besonders relevant. 83 Prozent sehen einen hohen Bedarf an finanziellen Anreizen und Förderprogrammen, die gezielt auf die Anforderungen des Tourismus zugeschnitten sind.

Die Befragung liefert damit ein aktuelles Lagebild zur nachhaltigen Tourismusentwicklung in Deutschland. Die Ergebnisse zeigen sowohl die wachsende Bedeutung des Themas als auch die unterschiedlichen Ausgangslagen der Organisationen. Sie bilden eine wichtige Grundlage, um Unterstützungsangebote, Qualifizierungsmaßnahmen und Instrumente für Destinationen künftig noch stärker an den Bedarfen der Praxis auszurichten.

Die Befragung wurde vom Deutschen Tourismusverband e. V. (DTV) in Auftrag gegeben und durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert. Die fachliche Umsetzung erfolgte durch die Nachhaltigkeitsagentur reCET create.empower.transform.

Die vollständigen Ergebnisse der bundesweiten Befragung stehen online zur Verfügung.
 

Tourismus zeigt Verantwortung: Mitmachen beim World Cleanup Day

Touristinformationen können beim World Cleanup Day eine sichtbare Rolle übernehmen – als Organisatorinnen eigener Sammelaktionen oder als Multiplikatorinnen für lokale Partner, Vereine, Schulen und Gäste. Der jährlich stattfindende Aktionstag rund um den 20. September bietet eine einfache und wirkungsvolle Möglichkeit, Umweltbewusstsein, Bürgerbeteiligung und nachhaltigen Tourismus miteinander zu verbinden.Cleanups können flexibel geplant werden – mit Bürgerinnen und Bürgern, Gästen oder lokalen Akteuren – und machen das Engagement einer Region im Rahmen einer weltweiten Bewegung in über 190 Ländern sichtbar. Die Anmeldung ist kostenfrei; auf Wunsch kann ein World Cleanup Kit beantragt werden. Für jede eingereichte Müllmeldung erhalten Organisatorinnen und Organisatoren eine offizielle Teilnahmeurkunde.

Teilnahme: 

1. Cleanup planen und registrieren : 

Jetzt Aktion kostenfrei anmelden und machen Sie das Engagement Ihrer Region auf der interaktiven Karte sichtbar:

https://www.worldcleanupday.de/mach-mit/aktion-anmelden/

2. Cleanup durchführen und Ergebnis melden 

Nach der Aktion können die Zahl der Teilnehmenden sowie die gesammelten Mengen über unseren digitalen Meldebogen übermittelt werden:

https://www.worldcleanupday.de/mach-mit/meldebogen/

Zahlen Daten Fakten 2026 zum Tourismusjahr 2025

Der Deutsche Tourismusverband hat aktuelle Zahlen, Daten und Fakten zum Deutschlandtourismus veröffentlicht. Die Publikation liefert einen kompakten Überblick über zentrale Kennzahlen des Tourismus in Deutschland – von Übernachtungszahlen und Reiseintensitäten bis hin zu wirtschaftlichen Kenngrößen und Entwicklungstrends.

Das Tourismusjahr 2025 im Rückblick: https://www.deutschertourismusverband.de/fileadmin/user_upload/Footer/Presse/2026/DTV_ZDF2026.pdf

Jetzt bewerben: Exzellenzinitiative Klimaschutz-Unternehmen

Jetzt bewerben: Exzellenzinitiative Klimaschutz-Unternehmen
Bewerbungsfrist: 31. August 2026

Unternehmen, die Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft oder Klimaanpassung strategisch voranbringen, können sich ab sofort für die Exzellenzinitiative Klimaschutz-Unternehmen bewerben. Das bundesweite Netzwerk richtet sich an Betriebe aller Größen und Branchen, die Klimaschutz als zentrales Unternehmensziel verfolgen und bereits konkrete Maßnahmen umgesetzt haben. Bewerbungsschluss ist der 31. August 2026.

Die Klimaschutz-Unternehmen stehen für unternehmerische Verantwortung, Innovationskraft und praxisnahe Lösungen. Als Mitglieder profitieren Unternehmen von hoher Sichtbarkeit als Vorreiter, einem starken Reputationsgewinn, fundierter Expertise aus Praxis und Wissenschaft sowie dem Austausch zu tragfähigen Strategien und bewährten Lösungen.

Voraussetzung für eine Mitgliedschaft ist, dass Unternehmen Klimaschutz ambitioniert und nachvollziehbar verfolgen. Dazu zählen unter anderem konkrete Maßnahmen mit nachweisbaren Einsparungen, ambitionierte Energie- und Klimaziele, ein Monitoring der Fortschritte, Klimaschutzkommunikation sowie innovative oder beispielhafte Projekte. Der Einstieg erfolgt über einen Online-Check, anschließend folgt ein mehrstufiges Bewerbungsverfahren.

Die Exzellenzinitiative wird vom Bundeswirtschaftsministerium, dem Bundesumweltministerium sowie der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) getragen. Sie bietet Unternehmen die Möglichkeit, Teil eines starken Netzwerks zu werden und gemeinsam Impulse für eine klimafreundliche und wettbewerbsfähige Wirtschaft zu setzen.

Weitere Informationen zur Mitgliedschaft: Klimaschutz-Unternehmen – Mitglied werden: www.klimaschutz-unternehmen.de/aktiv-werden/mitglieder/mitglied-werden

Bundesweite Befragung zur Nachhaltigkeit im Deutschlandtourismus

Der Deutscher Tourismusverband führt aktuell eine bundesweite Befragung zum Stand der Nachhaltigkeit in Tourismusorganisationen durch. Ziel ist es, den aktuellen Status, Herausforderungen und Unterstützungsbedarfe auf Landes-, regionaler und lokaler Ebene zu erfassen.
Wir bitten alle Tourismusorganisationen, einmalig an der Befragung teilzunehmen (Dauer ca. 15 Minuten).

Zur Teilnahme: https://de.surveymonkey.com/r/BLMSNKQ

Neues UBA-Praxishandbuch: Junge Menschen für Nachhaltigkeit gewinnen – mit Kooperationen, die wirklich tragen

Das Umweltbundesamt (UBA) hat ein neues Praxishandbuch veröffentlicht: „Junge Menschen erreichen – Nachhaltigkeit gemeinsam gestalten. Kooperationen als Schlüssel in der Jugend- und Verbandsarbeit.

Worum geht’s – und was ist besonders hilfreich?

  • Kooperationen schaffen Mehrwert: Unterschiedliche Akteur*innen bringen Zugänge, Räume, Ressourcen und Know-how zusammen – und erreichen so neue Gruppen. 
  • Lebensweltorientierung statt „Öko-Appell“: Nachhaltigkeit wird attraktiv, wenn sie konkret erlebbar ist und mit Spaß, Gemeinschaft, Kreativität oder Kostenersparnis verbunden wird – nicht mit Moral oder Fachbegriffen. 
  • Methodenvielfalt & Handlungsorientierung stärken Selbstwirksamkeit („Ich kann etwas bewirken!“). 
  • Vertrauen & Beziehungsarbeit sind die Basis – gerade bei bisher „wenig erreichten“ Jugendlichen. 
  • Ein wichtiger Praxistipp: Über Nachhaltigkeit sprechen, ohne „Nachhaltigkeit“ zu sagen – also lieber mit positiven, alltagsnahen Einstiegen arbeiten als mit abstrakten Begriffen.

Warum ist das auch für den Tourismus spannend?

Tourismus ist ein Feld, das junge Menschen direkt betrifft – als Reisende, als Auszubildende und Beschäftigte (z. B. in Hotellerie/Gastronomie) oder über Vereine, Events und Freizeitkultur. Genau hier lassen sich die Ansätze aus dem Handbuch gut nutzen:

  • Destinationen & Betriebe können mit Jugendzentren, Berufsschulen, Sport- und Kulturvereinen kooperieren, um niedrigschwellige Mitmach-Formate zu entwickeln (statt reiner Info-Kampagnen).
  • Nachhaltigkeit im Urlaub wird greifbar über Erlebnisse: regionale Küche, faire Arbeitsbedingungen, Mobilität vor Ort, Wasser/Abfall, Naturerleben – als „smarte“, praktische Lösungen, nicht als Verzichtsdebatte.
  • Für Ausbildung und Nachwuchsgewinnung im Tourismus bietet der Fokus auf Selbstwirksamkeit und Mitgestaltung echte Chancen: Jugendliche gestalten z. B. Gästeinfos, Azubi-Projekte, Aktionen im Ort oder im Betrieb mit – und erleben, dass ihr Beitrag sichtbar ist. 
     

Weitere Informationen: https://www.umweltbundesamt.de/en/publikationen/junge-menschen-erreichen-nachhaltigkeit-gemeinsam

Tourismusakzeptanz in Deutschland: Aktuelle Zahlen

Gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Tourismusforschung (FH Westküste) lädt der Deutsche Tourismusverband (DTV) zum Webinar. Im Webinar werden die zentralen Ergebnisse der Erhebungen zur Tourismusakzeptanz 2025 vorgestellt und eingeordnet.

2025 fand erstmals eine quartalsweise Messung der Tourismusakzeptanz auf Bundesebene statt, ergänzt durch weiterführende Fragen für eine differenzierte Betrachtung, etwa auf Basis der Sinus-Milieus und in Abhängigkeit der Parteiaffinität (auf Basis der Sonntagsfrage zum Wahlverhalten).

Ist es gelungen, die positive Tendenz aus dem Vorjahr zu halten oder die Akzeptanz sogar weiter zu steigern? Welche Gästegruppe werden als zu viele und welche als zu wenige wahrgenommen? Lassen sich saisonale Unterschiede in der Tourismusakzeptanz statistisch nachweisen? Und lassen sich Bevölkerungsgruppen identifizieren, die dem Tourismus besonders positiv oder negativ gegenüberstehen? Diese und weitere Fragen stehen im Fokus des Webinars. 

Das Webinar liegt in der Vergangenheit fand am 19. März 2026 statt.

 

Umweltversprechen kommen auf den Prüfstand

Der Bundesrat hat am 30. Januar 2026 ein Gesetz gebilligt, mit dem Deutschland die EU-Vorgaben der EmpCo („Empowering Consumers for the Green Transition“) der Europäische Union in nationales Recht überführt und damit irreführende Nachhaltigkeitsversprechen und Greenwashing stärker eindämmen will. Wenn Unternehmen künftig mit Aussagen wie „umweltfreundlich“ oder „klimaneutral“ werben, müssen diese Behauptungen klar erläutert und belastbar belegt werden – und zwar gut sichtbar auf demselben Medium (z. B. Website, Prospekt oder Anzeige). Zudem werden Nachhaltigkeitssiegel strenger gefasst, denn sie müssen auf einem Zertifizierungssystem beruhen oder von staatlichen Stellen genehmigt sein. Aussagen über zukünftige Umweltleistungen sind nur zulässig, wenn sie auf einem detaillierten und realistischen Plan basieren. Bei Verstößen drohen erhebliche Geldbußen. Die Regelungen sollen im Wesentlichen ab dem 27. September 2026 gelten, nachdem das Gesetz nun noch gegengezeichnet und ausgefertigt wird. 

Für den Tourismus ist das besonders relevant, weil Nachhaltigkeitskommunikation (z. B. „nachhaltiges Hotel“, „klimaneutrale Reise“, „umweltfreundliche Anreise“) zum Alltag gehört und künftig es noch stärker darauf ankommt, Claims sauber zu belegen, Kriterien transparent zu machen und Siegel korrekt zu verwenden. Das ist nicht nur Risikominimierung, sondern auch eine Chance für glaubwürdige, vertrauensbildende Kommunikation. 

Wer sich orientieren möchte, findet bei uns Unterstützung: In unserem Webinar zur EmpCo und ihren Konsequenzen für die Praxis im Tourismus geben wir einen kompakten Überblick und konkrete Hinweise zur Umsetzung. Weitere Informationen und Anmeldung: https://www.nachhaltiger-tourismus.info/de/qualifizierung/empco-webinar

Weiterer Zertifikatslehrgang "Nachhaltigkeitsmanagement im Tourismus" ab April 2026

Der Deutsche Tourismusverband (DTV) führt den Zertifikatslehrgang Nachhaltiger Tourismus fort und startet im April 2026 die sechste Runde des bewährten Qualifizierungsangebots. Der Lehrgang vermittelt fundiertes Wissen und praxisnahe Kompetenzen rund um nachhaltige Entwicklung im Tourismus. Er richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus Tourismusorganisationen, Kommunen und Betrieben. Weiterführende Informationen zu Inhalten und Teilnahme finden Sie hier: 

Weitere Informationen zum Zertifikatslehrgang

Webinar „Tourismusarbeit in Destinationen und Orten/Städten – Rollen, Aufgaben, Finanzierung und Netzwerke“ am 27.01.2026, 14:00-15:30 Uhr

Die Tourismusarbeit in den Gemeinden, Destinationen und Bundesländern ist eine wichtige Grundlage für eine erfolgreiche Tourismusentwicklung. Rollen und Aufgaben der Tourismusorganisationen verändern sich, werden umfangreicher und gleichzeitig steht die Finanzierung der „freiwilligen Aufgabe Tourismus“ aufgrund knapper werdender öffentlicher Haushalte vielerorts unter Druck.

Auf Initiative des Ostdeutschen Sparkassenverbandes wurde in Kooperation mit dem Deutschen Tourismusverband durch das dwif eine bundesweite Befragung der Tourismusorganisationen auf lokaler, regionaler und Landesebene durchgeführt. Ziel ist es, Transparenz zu erzeugen und datengestützte Grundlagen für den Dialog zwischen Tourismusbranche, politischen Entscheidungsträgern und der Verwaltung bereitzustellen. Es geht um zukunftsfähige Strukturen, die Organisation im Netzwerk und die notwendigen Ressourcen für die künftigen Aufgaben über die Ebenen hinweg.

Im Webinar stellt Karsten Heinsohn, Geschäftsführer dwif-Consulting GmbH, die Kernergebnisse mit Daten zu DMO- und Gemeindetypen rund um Aufgaben, Budgets, Personalressourcen und Kooperationsverflechtungen dar. Außerdem wird Thomas Wolber, Referent Tourismus und Sponsoring Ostdeutscher Sparkassenverband, eine kurze Einführung ins Projekt geben. Das Webinar ist an die Tourismusverantwortlichen in Kommunen und Destinationen gerichtet. Die Inhalte sollen den Akteuren im System Tourismus Impulse geben und Orientierungswerte liefern, als Hilfestellung zur Umsetzung und Finanzierung der freiwilligen Aufgabe Tourismus.

Bei Interesse melden Sie sich unter folgendem Link an: https://us06web.zoom.us/webinar/register/WN_Zux_cH8jTf26_Nyp36WVfg

DTV-Veranstaltungen auf der CMT 2026 in Stuttgart

Der Deutsche Tourismusverband (DTV) lädt zur Teilnahme an seinen Fachveranstaltungen im Rahmen der CMT 2026 in Stuttgart ein. Am 21. Januar 2026 stehen zwei Formate im Fokus: ein Austausch zum neuen Kennzahlenset für den Deutschlandtourismus sowie eine Session zur Tourismusakzeptanz in Deutschland mit aktuellen Daten und Diskussionen zu saisonalen Dynamiken. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos und richtet sich an Fachakteur:innen aus Tourismusorganisationen und Destinationen. Weiterführende Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier: 

https://www.deutschertourismusverband.de/veranstaltungen/cmt-veranstaltungen

Umweltbewusstseinsstudie vom Umweltbundesamt im Januar 2026 veröffentlicht

Die Umweltbewusstseinsstudie vertieft die Ergebnisse der im Herbst 2024 durchgeführten Hauptbefragung mit rund 2.500 Teilnehmenden und umfasst Segmentierungsanalysen zu sozialen Milieus und Umwelttypen sowie ergänzende qualitative und quantitative Erhebungen, unter anderem zur Klimaanpassung. Die Analysen zum Schwerpunktthema „Umwelt, Gesundheit und Lebensqualität“ zeigen deutliche Unterschiede nach Geschlecht und sozialen Merkmalen, etwa bei der wahrgenommenen Belastung durch Hitzeperioden. Als zentrale Trends werden ein sinkendes Umweltbewusstsein sowie Fragen der sozialen Gerechtigkeit im Umwelt- und Klimaschutz herausgestellt. 

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